24 Tage. 24 Minuten: Tag 11 „Sprache als Schlüssel zum Erfolg"

Ein Gastbeitrag von Norbert Withalm, Coach, Schauspieler und Experte für das richtige Wort zum Thema: „Sprache als Schlüssel zum Erfolg!“



Norbert war an Tag 11 online bei uns und ich durfte ihn zu seinem Spezialgebiet „Sprache“ interviewen. Wie Sprache unser Umfeld und letztlich auch unseren Erfolg und Misserfolg beeinflussen kann, beschreibt Norbert hier:


„Im Anfang war das Wort“


Sie kennen alle diese Aussage, und doch wird Sprache meist nebensächlich als notwendiges Beiwerk verwendet. Wir reden einfach mal darüber, ohne uns der Aussage, der Bedeutung bewusst zu sein.

Die gute Nachricht: Mit der Sprache, mit den W-orten können wir uns orten.

Sprache macht mächtig oder schmächtig – uns selbst und andere! Unsere Worte entscheiden über Erfolg oder Misserfolg. Sprache schafft Wirklichkeit! Mittels Begriffen können wir be-greifen, und unsere Ideen werden auch für andere greifbar.


Was immer Du tun kannst oder wovon Du träumst - fange es an. In der Kühnheit liegt Genie, Macht und Magie. Goethe

Menschen, die das Sagen haben, wissen um die Macht der Bilder hinter den Worten; mit ihnen laden wir andere Menschen ein oder aus, stabilisieren unseren Erfolg oder unseren Misserfolg. Wie können wir nun diese Kraft in unserem Alltag nutzen? Die Möglichkeit von Sprache ist uns Menschen als hilfreiches Werkzeug gegeben. Mit Sprache geben wir. Geben setzt voraus, dass wir uns öffnen, so können wir uns mitteilen, mit-teilen, also mit anderen teilen und dadurch wachsen. Wenn wir Sprache aufschließen, wird sie zur Grundlage für eine gut aufgehende Saat.



Als Beispiel:


Der Volksmund sagt „aller Anfang ist schwer“. Bevor wir beginnen, braucht es eine besondere Kraft. Diese entsteht, indem wir uns sammeln, uns praktisch selbst einfangen. Sorgen dienen als Energiefresser und solange ich mit Sorge beschäftigt bin, fehlt mir die Zeit für verantwortliches Tun. Alleine das Wort Vorsorge bedingt, dass danach die Hauptsorge kommt und wir damit längst noch nicht ausgesorgt haben. Es schließt sich der Sorgenkreislauf.


Angenehmes wirkt für uns angenehm, weil wir es angenommen haben, und -das Unangenehme, das, was wir selbst nicht verdauen können, geben wir weiter, wie eine heiße Kartoffel. Wer hingegen Möglichkeiten sieht, beginnt wieder in sich zu ruhen. Sie geben Raum und dehnen sich aus, denn sie kommen von mögen, also von Liebe.


Lernen wir uns also wieder zu er-innern, sowie remember heißt, wieder Teil eines Ganzen zu sein. Schöpfen wir doch aus unserem Einsatz, vielleicht braucht der wirksamste Einsatz auch nicht vieler Worte, sondern nur Ein-Satz.


Wer sich rechtfertigt, ist bald recht fertig, wer sich beschwert, macht sich schwer. Dem gegenüber ist Reflektieren ein Handwerkszeug der Heilung und Selbsterkenntnis. Wir heilen uns gegenseitig , die Sehnsucht von I like you wird zum I am like you und hilft uns, den roten Lebensfaden wieder zu finden, der alles verbindet.


Praxistipps:

  • Spielen Sie mit den Worten , erkennen Sie den Zauber darin (z.B. im Wort „erinnern“ steckt er-innern, d.h. erinnern findet im Inneren statt.) Wählen wir die Worte statt uns zu verwählen und erkennen wir die Resonanz in den Worten.

  • Lassen Sie Positives durch einfache positive Worte entstehen, z.B. statt „Aktion Sorgenkind“ besser „Aktion Mensch“; statt „Krisensitzung“ besser „Lösungstango“.

  • Visum ins Leben: Holen Sie Ihre Träume vom Leben wieder hervor und setzen Sie Liebe und Begeisterung als Kraftquellen ein. Ihre größte Ressource, also zurück zur Quelle (und eine Quelle ist zum Sprudeln da) sind Sie selbst.


Ich wünsche Ihnen wunderbare Schlüssel-Momente, vom Guten das Beste.


Ihr Mag. Norbert Withalm www.withalm.com



Buchtipps:


Joachim Schaffer Suchomel „Du bist was Du sagst“, MVG Verlag

Vera F. Birkenbihl: „Positives Denken von A bis Z“, mvg Verlag

Louis Cauffman: „Lösungstango“, Carl-Auer-Verlag